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ESWE Versorgung spendet 14.475,82 Euro
Weinwoche-Stand sammelte für „Seelsorge in Notfällen“

Nach der ausgelassenen Feier auch an andere denken – das steht jedes Jahr am Ende der Rheingauer Weinwoche bei ESWE Versorgung an. Denn nachdem an der größten Weintheke der Welt wieder alle Stände zusammengebaut sind, wurde beim Wiesbadener Energiedienstleister jetzt ein großartiges Ergebnis festgestellt: 14.475,82 Euro kamen diesmal am ESWE-Wasserstand für den guten Zweck zusammen.

Freuen darf sich über den Spendenbetrag in diesem Jahr der Wiesbadener Verein „Seelsorge in Notfällen“. Der ist Träger der Notfallseelsorge in der hessischen Landeshauptstadt und ermöglicht Menschen in akuten Notfallsituationen möglichst schnell einen seelsorglichen Beistand.

Bereits seit 28 Jahren sorgt ESWE Versorgung auf der Rheingauer Weinwoche für kostenlose Erfrischungen. Denn am beliebten Wasserstand werden alle Quellen der Wiesbadener Trinkwasserversorgung ausgeschenkt – Wasser aus den Taunusstollen, aus dem Hessischen Ried und aus dem Schiersteiner Wasserwerk. Die große Besonderheit: Jedes Jahr ruft ESWE die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ein neues Motiv für das Wasserglas zu entwerfen. Eine Jury entscheidet dann, welches das streng limitierte Sammelstück zieren darf. Zu haben ist das dann für
1 Euro während der Weinwoche am Stand von ESWE Versorgung. Der Reinerlös aus Verkauf und zusätzlichen Spenden kommt schließlich Hilfsprojekten und Vereinen zugute.

„Bei diesem Konzept gibt es nur Gewinner“, sagt Ralf Schodlok, Vorstands-vorsitzender der ESWE Versorgungs AG. „Unser Wasserstand ist während der Weinwoche ein beliebter Treffpunkt, mit unseren Gläsern erfreuen wir immer wieder die begeisterten Sammler. Und all das sorgt auch noch dafür, dass wir konkrete Hilfe leisten können – für uns bei ESWE ist das einer von vielen schönen Einsätzen für unsere Heimatstadt, die wir gerne mit viel Spaß an der Sache ermöglichen.“

Der ESWE-Chef übergab nun den Spendenscheck in Höhe von 14.475,82 Euro an den Vereinsvorsitzender von „Seelsorge in Notfällen“, Christoph Fliegen. Der freut sich ganz besonders über die finanzielle Unterstützung und erklärt: "Allein im letzten Jahr wurden wir zu 142 Einsätzen gerufen. Wir bleiben bei Angehörigen und Betroffenen, nachdem der Rettungsdienst oder die Polizei ihre Arbeit getan haben. Wir hören zu, geben Informationen für weitere Hilfestellungen. Das alles leisten wir mit ehrenamtlich arbeitenden Frauen und Männern, die aus den unterschiedlichsten Berufen kommen. Umso mehr freuen wir uns über diese großzügige Spende von ESWE Versorgung."

ESWE Versorgung ist der moderne Energiedienstleister aus Wiesbaden mit fast 90-jähriger Geschichte. In der hessischen Landeshauptstadt garantiert er als kommunal getragenes Unternehmen zuverlässig die Versorgung mit Strom, Erdgas und Fernwärme. Darüber hinaus betreibt ESWE das Wassernetz in Wiesbaden sowie  die Gasnetze in Taunusstein, Walluf und Schlangenbad. Auch bundesweit hat sich ESWE Versorgung einen Namen als Energielieferant mit Top-Konditionen gemacht. Weitere Informationen unter www.eswe-versorgung.de.

„Seelsorge in Notfällen“ wurde 1993 in Wiesbaden gegründet, um Menschen in akuten Notfallsituationen möglichst schnell einen seelsorglichen Beistand zu ermöglichen. Der Verein arbeitet eng und unbürokratisch mit Feuerwehren, Rettungsdiensten und der Polizei zusammen, um dort zur Seite zu stehen, wo es notwendig und gewünscht ist. Informationen unter https://sin-wiesbaden.de.

Freuen sich über das tolle Spendenergebnis: Ralf Schodlok (l.) und Christoph Fliegen während der Scheckübergabe bei ESWE Versorgung

Wertvoller Beistand im akuten Notfall
25 Jahre Notfallseelsorge: Persönliche Worte von Kirchenpräsident Jung im Festgottesdienst 

Wiesbaden. Am 1. Juni 1993 wurde der gemeinnützige Wiesbadener Verein „Seelsorge in Notfällen“ (SiN) gegründet – als der erste seiner Art in Hessen. Auf den Tag genau 25 Jahre später feiert er sein stolzes Jubiläum mit einem Festgottesdienst in der Wiesbadener Matthäuskirche. Die Gäste in der ersten Kirchenbankreihe spiegeln den besonderen Anlass wider: aktive Mitglieder der Notfallseelsorge in ihren reflektierenden, blaugelben Einsatzjacken.
Zurzeit sind es knapp 30 ehrenamtliche Einsatzkräfte, die von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr gerufen werden, um seelsorglichen Beistand bei Notfällen wie dem plötzlichen Tod eines nahestehenden Menschen, bei Unfall, Feuer oder in einer anderen akuten Krisensituation zu leisten. Ihnen widmete der SiN-Vorstandsvorsitzende Christoph Fliegen seine Begrüßungsrede. „In diesem Vierteljahrhundert hat Gott schützend seine Hand über uns gehalten. Manchmal blickten wir mit Sorge in die Zukunft, manchmal fehlte Geld. Was aber nie fehlte, waren Menschen in Not und vor allem Menschen, die sich auf den Weg zu ihnen machen.“

Gestaltet wurde der Festgottesdienst unter anderem von Pfarrer Andreas Mann vom Evangelischen Pfarramt für Notfallseelsorge, dem Posaunenchor Geisenheim und Volker Jung, Kirchenpräsidenten der EKHN. Er fand in seiner Predigt ganz persönliche Worte zur Bedeutung der Notfallsorge, indem er über ein Schlüsselerlebnis 1998 sprach. „Während meiner Zeit als Pfarrer und Dekan in Lauterbach wurde ich telefonisch zu einer gerade verstorbenen jungen Frau gerufen, weil niemand sonst erreichbar war. Da ist mir doch der Schreck in die Glieder gefahren.“ Vor Ort habe er versucht, einfach präsent zu sein und ein Gebet zu sprechen. „In diesem Moment habe ich gespürt, wie wichtig ist es, dass in solchen Momenten jemand da ist“, sagte er und warf anschließend die Frage in den Raum: „Worauf kommt es in solchen Notsituationen also wirklich an?“ Wegweisend sei für ihn hier das Bibelzitat aus dem Zweiten Korintherbrief: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.“ Für uns alle sei das die Zusage, dass wir gerade in Momenten größter Schwäche nicht alleine sind. „Wer in der Notfallseelsorge Menschen zur Seite steht, teilt Verzweiflung und zeigt durch sein Dasein zugleich, dass wir gemeinsam nicht von Gott verlassen sind.“ Nicht umsonst stehe auf den Urkunden der EKHN zur Beauftragung in der Notfallseelsorge: „Gott, lasse sie erfahren, dass deine Kraft in unserer Schwachheit mächtig ist.“

Die Bedeutung der Notfallseesorge wurde auch von den Gratulanten – darunter SiN-Gründungsmitglied Detlef Nierenz und Dekan Martin Mencke – unterstrichen. Schon zu Beginn hatte Eberhard Busch, Kirchenvorstandsvorsitzender der Matthäuskirche und selbst in der Notfallseelsorge aktiv, versichert, wie gerne die Gemeinde „räumliche Heimat“ für den Verein sei.

Im Anschluss an den Gottesdienst sprachen Stadtrat Christoph Manjura und Harald Kuntze, Mitglied im Ortsbeirat Dotzheim, wo sich die SiN-Geschäftsstelle befindet, wertschätzende Grußworte und übergaben eine Spende.

Brandoberrat Florian Erbacher betonte ebenfalls die gute Zusammenarbeit: „Die Notfallseelsorge ist heute aus Wiesbaden nicht mehr wegzudenken. Es ist mittlerweile Routine geworden, die kompetenten Helfer anzufordern. Durch sie können sich unsere Einsatzkräfte vor Ort ganz auf ihre Arbeit konzentrieren. Die SiN-Aktiven leisten wertvolle Unterstützung und Betreuung und führen bei Bedarf auch entlastende Gespräche mit den Einsatzkräften selbst.“

Vor dem anschließenden Empfang im Gemeindesaal gewährte Christoph Fliegen noch einen kurzen Einblick in die Geschichte des Vereins. Die Geburtsstunde vor 25 Jahren ist den beiden Gründungsmitgliedern, Pfarrer Andreas Mann und Detlef Nierenz, zu verdanken, die die damalige Versorgungslücke in Wiesbaden erkannt hatten. 1993 leistete der Verein echte Pionierarbeit und zählte auch bundesweit zu den ersten Einrichtungen seiner Art.

Am 1. April 1994 gingen die ersten Einsatzkräfte an den Start. Bis heute kommen sie aus ganz unterschiedlichen Berufen und arbeiten gleichberechtigt ehrenamtlich miteinander. Die Notfallseelsorge steht an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr bereit. Nach dem Motto von Erich Kästner „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ wurden bisher rund 3000 Einsätze absolviert; keine einzige Anfrage musste abgelehnt werden. 

Der Verein „Seelsorge in Notfällen e.V.“ sucht Verstärkung für das aktive Team. Für den Herbst 2018 ist ein Grundkurs in Wiesbaden geplant.
Weitere Informationen.


Das aktive Team der Notfallseelsorge mit Pfarrer Andreas Mann, Notfallseelsorge-Beauftragter der EKHN (links außen), und dem hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung (rechts außen) vor der Matthäuskirche


Eberhard Busch, Kirchenvorstandsvorsitzender der Matthäuskirche, Pfarrer Andreas Mann, Notfallseelsorge-Beauftragter der EKHN, sowie Christoph Fliegen, Vorstandvorsitzender vom Verein „Seelsorge in Notfällen“, und der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung vor dem Altar in der Matthäuskirche (von links)

Mitglieder des aktiven Teams der Notfallseelsorge sprechen die Fürbitten. In der Mitte: Pfarrer Andreas Mann, Notfallseelsorge-Beauftragter der EKHN

(Fotos: Beate Rasch/Ev. Dekanat Wiesbaden)

Wir suchen Verstärkung für unser aktives Team

Voraussetzung für diese Tätigkeit ist die Teilnahme an einem Grundkurs zur Ausbildung als Notfallseelsorger/in sowie die anschließende Mitgliedschaft bei der Seelsorge in Notfällen e.V. (SiN).

Informationen dazu unter „Ausbildung“